"Wabernde Welle" am Spessartbogen

Waldkunstprojekt am Spessartbogen

"Wabernde Welle"

Standort: Bergstraße 47, 63517 Rodenbach am Spessartbogen

Google Maps:  50°08'38.0"N      9°03'53.7"E

Temporäre Baumbemalung mit Kalkfarbe

Ausdehnung in Meter  ca. L.170 x B.30 x H.6,5


KONZEPTIDEE UND VISUSALISIERUNG:

Bei der Annäherung des Betrachters an das Waldkunst-Areal ist die Bemalung schon aus einiger Entfernung zu sehen.  Wahrnehmbar sind zuerst nur verschieden große Baumbemalungen, die willkürlich gesetzt erscheinen. Der Sinn bleibt dem Betrachter aber noch verborgen. Die scheinbare Zusammenhanglosigkeit der Bemalung wirkt zunächst abstrakt und gibt Rätsel auf. Die Betrachter werden durch Standortveränderungen zu ständigen Perspektivwechseln angeregt. Erst mit der Annäherung des Betrachters auf den Punkt der Zentralperspektive, verdichten und überlagern sich die Bemalungen zunehmend. Ein fest installierter Sitzplatz erleichtert des Rätsels Lösung. Aus dieser zentralen Perspektive erschließt sich das Gesamtkunstwerk der Baumbemalungen als zusammenhängendes Bildmotiv.

INSPIRATION:

Inspiriert von den einfachen Wegzeichen für Wanderer und den Forstzeichen der Waldwirtschaft wurden unterschiedliche Motive  entwickelt. So bildeten einfache Forstmarkierungen wie  Parallelstriche, Pfeile, Haken und Ziffern sowie die Buchstaben und grafischen Symbole  der Wanderzeichen, die Basis für den künstlerischen Prozess die Bildmotive weiter zu entwickeln. Für den jeweils ausgewählten Waldbereich entstand ein Bildmotiv mit Hilfe der Fotomontage. Die Umsetzung erfolgte dann auf dieser Grundlage.

MOTIV: „Wabernde Welle“

Die Baumbemalung am Spessartbogen in direkter Nähe der Oberrodenbacher Käfernberghütte besteht aus klein- und großflächigen Kalkanstrichen auf der Baumrinde. Ergänzt wurden diese durch eine figürliche Silhouette sowie durch einige „Blender“ die Irritationen hervorrufen und vielfältige Assoziationen zulassen. Eine einfache Wellenlinie wird durch die perspektivische Ausrichtung zu einer raumgreifenden Erscheinung. Diese vermittelt schwebende Leichtigkeit, einem unbekannten Fluchtpunkt zustrebend. Sie kann unterschiedliche „Bilder“ assoziieren. Einen Weg, wellenförmig mal hoch hinauf und hinunter. Eine Fahne die im Wind flattert….

PARABEL:

  • Wir nähern uns schrittweise an, an etwas Unbekanntes, das rätselhaft, abstrakt oder sinnlos wirkt.
  • Wir verändern unsere Standpunkte und ändern Ansichten.
  • Wir suchen nach der zentralen Perspektive und können das Motiv erkennen.
  • So nehmen wir Einsicht und werden vieles verstehen.

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WALDKUNSTPROJEKT

Die Arbeiten „Wabernde Welle", „WALDverWORTUNG" und „WEGZEICHENFORMEL"sind temporäre Baumbemalungen die nur von einem definierten Punkt aus ein Bildmotiv erkennen lassen.

ZIELSETZUNG:

Das Waldkunst-Projekt inspiriert und verändert unsere visuelle Wahrnehmung des Waldes. Sie regt zur Auseinandersetzung mit den natürlichen Zerfallsprozessen und aber auch von menschlichen Eingriffen in die Natur an.

PROZESS UND VORSCHAU:

Das Kunstprojekt ist temporär angelegt, denn der Baumbestand und die Bemalung der Bäume wird sich im Laufe der Zeit auf natürliche Art verändern. Witterungseinflüsse, Jahreszeiten, Licht und Schatten beeinflussen das Erscheinungsbild des Kunstwerkes. Es macht dem Entdecker, wie auch dem wiederkehrenden Besucher Zeit und Vergänglichkeit sichtbar. Diese Wandlung des Kunstwerks kann zurückverfolgt werden, da Bilder des Ursprungszustandes direkt vor Ort via Smartphone dieser Internetseite entnommen werden können. Absprachen mit den Wald-Besitzern haben es ermöglicht menschliche Eingriffe im Bereich des Kunstwerks – z.B. durch Ernte-Maßnahmen - für einen vereinbarten Zeitraum auszusetzen.

FÖRDERER:

Besonderer Dank gilt den Förderern. Durch die bemerkenswerte Kunstförderung  der Stiftung der Sparkasse Hanau wurde das Kunstprojekt im Wald von Oberrodenbach ermöglicht. In der Gemarkung Bad Orb wird die Projekt-Förderung durch die Kreisparkasse Gelnhausen  getragen. Weitere Förderer des Projektes sind Gemeinde Rodenbach sowie die Stadt Bad Orb, der Naturpark Hessischer Spessart und der Main Kinzig Kreis. Dank gilt auch dem Grundstückseigner sowie den zahlreichen ungenannten  Helfern und Unterstützern.


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